Die Produkte der Zukunft

Heute sind vielleicht vegane Milchdrinks im Trend – aber hast du schon mal von Polyhydroxybuttersäure gehört?

Das Biopolymer wird aus erneuerbaren Rohstoffen gewonnen und hat die Eigenschaften von Plastik. Allerdings kann es biologisch abgebaut werden und reduziert so die negativen Effekte auf die Umwelt. Herkömmliches Plastik aus Rohöl kann dann mehr und mehr ersetzt werden.

Kleidung, Geschirr oder Möbel: Viele Produkte der Zukunft können nicht nur rückstandsfrei entsorgt werden, sondern ziehen für ihre Herstellung auch noch Kohlenstoff aus der Atmosphäre.

Doch auch in Zukunft sollten wir darauf achten, weniger und sinnvoll zu konsumieren. Was wir dann noch brauchen, könnte aber weitaus weniger schädlich sein.

Das erwartet dich in Zukunft

Stell dir vor, niemand kauft und alle reparieren. Leasing- und Sharing-Modelle boomen. In einer von Anfang an durchdachten Kreislaufwirtschaft machen die Hersteller:innen ihre Gewinne mit der langfristigen Nutzung ihrer Produkte, nicht mit dem kurzfristigen Verkauf.

Anstelle von schnell aufeinanderfolgenden neuen Versionen und Tonnen von Elektroschrott gibt es regelmäßige Updates und zügig lieferbare Ersatzteile. Smartphones oder Kaffeevollautomaten halten so eine Ewigkeit und wenn sie doch kaputtgehen, gibt es Repaircafés mit 3D-Druckern.

Die gehören heute genauso zum Stadtbild wie Batterietausch-Geschäfte. Ein europaweiter Reparaturindex verankert das »Right to Repair« inzwischen sogar im Gesetz. Auch in der Modeindustrie sind regional hergestellte, hochwertige Produkte mittlerweile der Standard. In Zukunft shoppen die Menschen bewusst. Fast Fashion war gestern.

Dezentrale Energieproduktion macht die Wende möglich

Wir leihen Designerkleidung aus und zahlen Leasinggebühren für modulare Möbel. Anstelle von Kompensierung durch Konsum tritt Kompostieren im Community-Garten. Und unser Geld investieren wir in unsere Gesundheit und grüne Finanzprodukte.

Energiegenossenschaften dezentralisieren die Stromproduktion: Dank kommunaler Wind- und Solaranlagen haben Dörfer heute genug Geld für moderne Gemeindehäuser, eigene Pflegedienste und kostenlose Carsharing-Angebote. Die Gewinne bleiben so vor Ort und fließen nicht mehr wie früher an ferne Diktaturen und autokratische Staaten. Auch privat sind uns solche Geldanlagen lieber, denn die Anteile aus diesen Verkäufen garantieren grünes Karma und lassen die Gemeinschaft zusammenwachsen.

Und im Kleinen funktioniert das Prinzip genauso: Auf dem Weg zur Kita oder zur Arbeit laden wir mit unserer Muskelkraft die Batterie unseres Reverse-Pedelec auf. Zu Hause nutzen wir den Strom dann zum Surfen im Internet oder handeln ihn auf einer der zahlreichen Plattformen für selbst produzierte Energie.  

Und der Spaß bei der Sache? Kommt nicht zu kurz, denn wenn das Streaming aus erneuerbaren Quellen kommt, geht es uns beim Prokrastinieren direkt besser! 

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Wie schaffen wir den Sprung in eine klimaneutrale, solidarische Zukunft? Für den WWF ist die Energiewende ein Schlüssel dazu.

Entdecke alle Geschichten und lass dich inspirieren! Raus aus der Klimakrise, rein ins Tun: Mit vereinten Kräften machen wir diese Zukunft wirklich wahr!